1. Juni 2009

Texte der Kirchenväter zur Symbolik: das Schiff auf dem Meer

Hippolyt, Über den Antichrist 59

Wir nun, die wir auf den Sohn Gottes hoffen, werden verfolgt und zertreten von den Ungläubigen. Die Flügel jener Schiffe nämlich sind die Kirchen, das Meer ist die Welt, in welcher die Kirche wie ein Schiff auf dem Meere umhergeworfen, aber nicht vernichtet wird, denn sie hat bei sich den erfahrenen Steuermann Christus. In ihrer Mitte führt sie das Banner gegen den Tod, da sie das Kreuz des Herrn mit sich trägt. Des Schiffes Vordertheil ist der Orient, das Hintertheil der Occident, der Bauch der Süden; die Steuerruder sind die beiden Testamente, die ausgespannten Taue die Liebe Christi, welche die Kirche an sich zieht. Das Segel, welches sie mit sich führt, ist das Bad der Wiedergeburt, welches die Gläubigen erneuert, daher der immer gleiche Glanz. Die Stelle des Windes vertritt der Geist vom Himmel, durch welchen die Gläubigen für Gott besiegelt werden. Zugleich folgen ihm eiserne Anker, das sind die Gebote Christi, stark wie Eisen. Auch hat es Ruderer zur Rechten und Linken, das sind die sie begleitenden heiligen Engel, durch welche die Kirche gestärkt und beschützt wird. Die Leiter, welche oben auf den Mastbaum führt, ist die Nachahmung des erlösenden Leidens Christi, welches die Gläubigen zieht, um in den Himmel einzugehen. Die oben an dem Maste angebrachten Abzeichen sind die Reihe der Propheten, Martyrer und Apostel, die im Reiche Christi ausruhen.

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